Do it yourself TimeTimer

[zurück]

"Was schon so spät?" - Wenn man sich intensiv mit etwas interessantem Beschäftigt vergeht die Zeit wie im Fluge. Problematisch wird dies vor allem dann, wenn mit der Zeit hohe Kosten einhergehen. Im Bereich der agilen Softwareentwicklung gibt es deswegen "TimeBoxing". Um ein bestimmtes Ziel zu erreichen wird ein fester Zeitrahmen vorgegeben. Im Kleinen lässt sich dies wunderbar auf Meetings anwenden, diese ufern im Allgemeinen nur alzugerne aus. Hierfür gibt es zum Glück eine vielversprechende Lösung, einen TimeTimer. Bleibt nur noch der bittere Beigeschmack, dass ein Original TimeTimer in der Tischversion knapp 50 Euro kostet.

Den gibt es zum Beispiel bei Amazon oder auch hier:

Wer jedoch gerne etwas bastelt, kann sich einen TimeTimer für unter 5 Euro mit verblüffender Leichtigkeit selber bauen. Motiviert wurde ich durch eine Anleitung auf halbtagsblog.de von Jan-Martin Klinge.

Material:

Werkzeuge:

Ich habe ergänzende Bilder beim Bau eines weiteren TimeTimers gemacht, also bitte nicht wundern wenn die einzelnen Bilder nicht 100% zu einander passen.

Als Basis dient eine einfache Wanduhr, in diesem Fall der Wanduhr "RUSCH" von IKEA für 2 Euro:

Um die Schutzscheibe zu entnehmen müssen die drei Sicherungsnupsies eingedrückt werden: 

 

Nun die Zeiger abrupfen:

Das Ziffernblatt entfernen und sich hierbei allen Kleberresten annehmen. Außerdem müssen etwaige Gusskanten vom Plastik entfernt werden:

 

Bei Version 1 gab es Probleme mit der Leichtläufigkeit des Ziffernblatts. Deswegen hat Version 2 kleine Abstandhalter erhalten. Diese sind mit doppelseitigem Tesafilm umwickelt:

 

Nun heißt es entweder kreativ werden und ein eigenes Ziffernblatt entwerfen oder einfach meine Vorlage (pdf) nehmen. Ausdrucken, Ausschneiden, den Mittelpunkt markieren, ebenfalls Ausschneiden und dann noch einen Schlitz vom Mittelloch zur Null/Sechzig einschneiden (hier läuft später die rote Zeitscheibe rein):

  

Version 2 profitierte davon, dass das Ziffernblatt laminiert wurde:

 

Die rote Zeitscheibe lässt sich gut mit einem Zirkel (r=7cm) auf Pappe markieren. Danach grob Ausschneiden, laminieren, fein Ausschneiden, ein Loch in die Mitte schneiden und der Abschluss wird mit einem senkrechten Schlitz gemacht:

  

Nun kann die Scheibe im Schlitz vom eigenen Ziffernblatt versenkt werden:

Aus dem Stundenzeiger wird Plastikmüll, aus dem Minutenzeiger mittels Tesafilm eine Art "Antrieb" für die rote Zeitscheibe und aus dem Sekundenzeiger eine abdeckende Scheibe:

 

Fertig! (links Version 1, rechts Version 2)

 

[Quelle: halbtagsblog.de]